Sa. 18.04. Flug knapp 4 Stunden nach Lissabon. Die Zeit ist 1 Stunde zurück. Als wir mit dem Gepäck nach draußen kommen, wartet schon die Gruppe auf uns. Jerome stellt sich als Guide für diese Woche vor. Mit einem 20-Sitz-Bus fahren wir etwas mehr als 2 Stunden in das Alentejo (Landschaft südlich von Lissabon). Die A2 folgen wir, rechts und links fliegen Kieferwälder, Korkeichenwälder, seltener Eykalyptus Wälder an uns vorbei. Weinanbau. Unter den lichten Bäumen grasen Schafe und Rinder. Witzig sind die vielen Storchennester, die auf Stockwerken in den großen Umspannungsmasten nesten. Ankunft mitten auf dem Land. Wir beziehen die kleinen Wohnungen in dem Landhotel Naturarte in São Luis. Liebevoll und fein ausgestattet mit zum Teil alten Möbeln, ergänzt mit eigenen Kunstwerken (Bilder, Holzarbeiten, Accessoires). So kann man es aushalten. – Das Abendessen wartet schon. Das Ambiente setzt sich fort. Ein Teil ist für das Restaurant, mittig ein Lichthof mit einem Baum und anschließend ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Sitzlandschaften und einem großen Kamin. Überall stehen „alte“ Gegenstände, die früher im Gebrauch waren.
Schön gedeckte Tische erwarten uns. Es gibt verschiedene kleine Vorspeisen, Salat, Brot, Suppe. Hauptgang: fein gewürzte Nudeln, Kartoffeln, Reis, Gemüse, Truthahn und Ofenkartoffeln. Nachtisch. Alles schmeckt fein und soll regional sein.
Nach dem Essen gibt es eine Vorstellungsrunde und man sitzt noch eine Weile zusammen.
Sonntag, 19.04. Entlang der Steilküste zur Praia Malhão - Frühstück - alles ist vorhanden, auch die kleinen Pastel de Nata. Um 9.00 Uhr werden wir von zwei kleinen Bussen abgeholt und zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung gefahren. Von dem Badeort Vila Nova de Milfontes an der wilden Atlantikküste wandern wir ab der Flussmündung des Rio Mira los. Es ist die Hälfte eines Teilstückes des Fernwandwegs Rota Vicentina. Die Sonne scheint, das tiefblaue Meer und der blaue Himmel ist phantastisch anzusehen. Kein Wind. Ich könnte schreien vor Glück!!!!! Wir kommen an Sanddünen und steilen Klippen vorbei. Am Meer unten sind traumhafter Sandstrände und wilde Buchten zu sehen. Blütenteppiche rechts und links des sandigen Weges berauschen uns Fotografen. 200 endemische Pflanzen sollen hier in dem Naturpark vorkommen. Immer wieder bleiben wir stehen und versuchen die Pflanzen über eine Bestimmungs-App zu identifizieren. Die Mittagsblumen in gelb und pink beherrschen aber oft das Bild. Die Kräuter blühen noch nicht. Auch Zistrosen sind hier nur in einer kleinen Form zu sehen. Nach 2 Stunden 30 Minuten laufen wir auf einem Steg zu der wilden Sandbucht abwärts. Wer will kann baden, die meisten von uns begnügen sich barfuß am Strand und Wasser zu laufen. Ein Phänomen: eine Gischtwolke kommt vom Meer und macht zeitenweise den Strand dunkel. – Um 14.00 Uhr werden wir wieder von den 2 Bussen abgeholt. In dem Ort Vila Nova Milfontes kehren wir in ein Café ein. Es gibt wunderbare große Kuchen, aber es gibt auch Salate und belegte Brote. Wir haben noch Zeit das nette Örtchen zu entdecken. Zurück im Hotel wird der Pool ausprobiert. Da unsere Gruppe fast die einzigen Gäste ist, fühlt man sich als ob einem das „Anwesen“ gehören würde!
Um 18.30 Uhr gibt es heute ein besonderes Essen. Eine frühere Angestellte des Hauses kocht für angemeldete Gäste und lädt in ihr Wohnzimmer ein. Wir laufen vom Hotel an einer kleinen Landstraße entlang, die zu dem Ort São Luis führt. Ich kann es kaum glauben: Callas blühen hier wild und in großen Mengen in einem kleinen Kanal, einer meiner Lieblingsblumen. Nur, ich kann sie nicht mitnehmen. Schade. Nach einem kurzen Spaziergang werden wir von Anna und ihrer Tochter Luisa in Empfang genommen. Das ganze Wohnzimmer wird von dem großen Esstisch schön eingedeckt beherrscht. Wir sind ja 12 Leute. Wir verständigen uns auf Englisch. Vorspeisen; Salat, Oliven, Olivenöl mit Brot, warmes Rührei mit und ohne Hähnchenfleisch, sehr gut gewürzte Kürbissuppe. Hauptgang: Schweinefleisch mit Ofengemüse und Kartoffeln. Nachspeise typisch: Milchreis mit Zimt. Alles hat sehr gut geschmeckt. So wie man als Hausfrau kocht. Annas Mutter hat bei der Zubereitung geholfen. Ja sie macht das, je nach Anmeldung 1 bis 2 Mal die Woche in der Saison. Die größere Tochter (14-16?) singt uns zwei Lieder vor. Sie singt in einem Chor bzw. bekommt Gesangsunterricht. Das 2. Lied war ein Fado Lied. Toll. Sie probiert in kleinem Kreis ihre Stimme und ihren Mut. Wir bezahlen nur für die Getränke (Wein und Wasser). Bei einem wunderbaren Sternenhimmel laufen wir wieder zurück.
Montag, 20.04. Wanderung um
São Luis – Heute starten wir nach dem Frühstück am Hotel. Wir gehen zum Hinterausgang hinaus, über die Straße und durch eine Pferdegestüt hindurch. Ab jetzt geht es herauf und herunter, durch Eukalytuswälder, Korkeichenwälder. Zuerst ist es kühl, dann wird es immer wärmer. Die großen Zistrosen in zweierlei Varianten mit und ohne Augen. Korkeichenwälder säumen den Weg 75% der Korken für Weinflaschen kommen aus Portugal. – Nach 4 Stunden sind wir wieder im Landhotel. Am späteren Nachmittag gibt es als Option einen Klang Sound (20 €). – Wir sind in einem großen Raum, der auch für Yoga genutzt wird. Ein junger Mann hat Klangschalen in allen Größen, andere Instrumente, eine große Muschel, Rasseln, ein Tamburin und noch einige andere Instrumente mehr – rund 30 – aufgereihte. Im Halbbogen sind Matten mit Decken ausgebreitet. Ein Kopfkissen zu ihm gewandt liegt auch da. In Englisch gibt er eine Einführung. Wir legen uns hin, schließen die Augen. Sphärische Musik erklingt und nach und nach erfolgen Töne auf und abschwellend, in ganz eigener Form. Es ist ok, wenn man einschläft, aber auch wenn nicht. Ich bin entspannt und gedanklich in Ladakh, wo ich in den buddhistischen Tempeln war. Die Musik ist nah und fern, friedlich und tut gut. Nach 1 Stunde 15 Minuten endet dieses Event. Das war eine sehr schöne, tiefe Erfahrung. – Da die Meisten von uns zu Mittag gegessen hatten (wir nicht), gab es abends nur einen Snack und eine Suppe. Auch ok. Wir saßen noch zusammen und quatschten.
Dienstag, 21.04. Küstenwanderung nach
Porto Covo – Abfahrt 9.00 zum Endpunkt der Wanderung von vor 2 Tagen, der Praia Malhão. Es ist leicht bewölkt, dann wieder sonnig. Der Weg führt zuerst mehr landeinwärts, genauso sandig, parallel zur Küste. Die Dünen türmen sich auf, sind aber bewachsen. Nach ca. 40 Minuten trifft der Weg wieder auf die Küste. Ein ständiges Auf und Ab. Wir laufen auch streckenweise am Strand entlang, über abgeschliffene Steine. Es ist abwechslungsreich. Rechts und links wieder die beeindruckende, blühende Landschaft. Nie ist es am Atlantik und am Mittelmeer so schön, wie in den Monaten April und Mai, weil alles blüht. Es ist einfach genussvoll (im Sand mühevoll) zu laufen. Wir kommen an einem Fort aus dem 17. Jhd. vorbei, das mit dem vorgelagerten Inselchen für die Sicherheit vor der Piraterie diente. An einem Strand machen wir Mittagsrast. Wer will kann baden. Die Meisten von uns begnügen sich mit „Füße baden“. Überrascht werden wir von einem kleinen kräftigen Schauer. Der Herr des Wetters wollte wohl testen, ob wir alle etwas für den Regen dabei haben. Eine einzige dunkle Wolke ist der Verursacher. Wir laufen am Strand entlang, über einen Bach, dann wieder auf dem Küstenweg. Der Weg schwenkt ab und wir meistern eine knifflige Stelle. Eine abgerutschte Holzbrücke über eine Senke muss man überwinden. Ein Kletterseil als Schlaufe zum Ablassen hilft. Aber die Meisten brauchen Hilfe. Eine 2. Felspartie ist für die nicht „Bergsteiger“ auch noch herausfordernd. Hilfestellung ist von Nöten. Dann erreichen wir ca. 14.00 Uhr Porto Covo. In der Fußgängerzone setzen wir uns draußen hin. Jeder genießt etwas Gutes. Wir erkundigen uns noch einem Einkaufsmarkt, um etwas Obst und Riegel zu kaufen. Wir schlendern herum. Bald ist der kleine Ort abgelaufen und wir warten bis und die Fahrzeuge wieder zum Hotel fahren (10 km – 3,5 h + Pause).
Mittwoch, 22.04. Besuch von
Odemira und Aljezur mit Wanderung zum Ponta da Atalaia – Wir fahren Richtung Odemira, halten aber schon nach 10 Minuten bei einem Paar, das sich vor 20 Jahren hier niedergelassen hat. Sie stellen Produkte aus Kork, Olivenholz und Schiefer her. In dem kleinen Verkaufsladen schauen wir uns um. Wer was kaufen will, findet hier mit sehr viel Liebe hergestellte Produkte. Wir fahren weiter bis Odemira. Zuerst laufen wir am Fluss entlang, dann auf der Straße zu einem Haus am Hang. Hier ist eine kleine Schokoladenfabrik. Von Hand stellt eine Frau aus Argentinien/Patagonien aus hochwertigen Produkten köstliches Konfekt her. Verschieden aufgebrühte Kaffeesorten mit oder ohne Kakao und 3 verschiedenen Konfekten sind für 5-6 € zu testen. Schokolade mitzunehmen ist für die Meisten nicht so günstig. Wir fahren weiter zu der Kleinstadt Aljezur. Hier besichtigen wir die Burgruine der Mauren aus dem 10. Jhd., die das Hinterland verteidigten. In dem netten Ort setzen wir uns wieder in ein Kaffee. – In der Nähe unternehmen wir ein letztes Mal eine Wanderung auf der Rota Vicentina zum Ponta da Atalaia. Ausgangspunkt ist in Praia Monte Clérigo. Heute sind keine Skater zu sehen, der Wellengang scheint zu hoch zu sein. Wir laufen wieder im Auf und Ab an der Küste entlang. Jeden Tag blühen mehr Blumen auf, viele unbekannte sind dabei. Prächtig. Die Wanderung endet an einer Befestigungsanlage. Wir werden abgeholt und der Bus fährt uns nach Lagos in das riesige Hotel Tivoli Lagos mitten in der Stadt gelegen. Es ist so groß und auf so vielen Ebenen und Teilen, dass jeder von einem Guide in das Zimmer geführt wird!!! Um 19.00 Uhr treffen wir uns in der Lobby und laufen zum Pescadore. Es gibt für die Leute, die Fisch mögen Dorade und für die Anderen etwas aus der Karte. Jeder ist zufrieden. Die Fischplatte war sehr gut, dazu gab es Pellkartoffeln und Gemüse. Vorab gab es Oliven, Brot, Käse und Aufstrich. Der Lärmpegel im Lokal war dann irgendwann unerträglich. Wir bezahlen die Getränke und Jerôme führt uns über die quirligen Gassen zurück zum Hotel.
Donnerstag, 23.04. - Wanderung zum
Strand von Cabanas und Fahrt zum Cabo de São Vicente – Das riesige Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Es geht wieder auf und ab entlang der wunderschönen Blumenteppiche. Der Pfad folgt dem Meer. Wir sind an der Felsalgarve mit sehr schönen „Felsformationen“. Mittagspause ist in dem kleinen Örtchen „Burgau“. Wer will geht ins Restaurant oder geht zum Strand. Immer mehr Wandergruppen bevölkern den Ort. Wir schauen gelassen dem Treiben zu. Nach der Pause schlängeln wir uns durch die engen Gassen. Dann geht es wieder bergauf, bergab bis zum Strand von Cabanas, die Bucht ist sehr schön. Dort ist das Strandkaffee geöffnet. Wieder gibt es die Option, Strand, baden, trinken und essen. Der Wind bläst kräftig. Heute war es teils sonnig, teils bewölkt. Das Kaffee bietet geschützten Raum, aber die Preise sind kräftig. Um 14.30 Uhr holt uns unser Busfahrer ab und wir fahren in 45 Minuten zum
südwestlichsten Ende von Europa dem Cabo de São Vicente. Das Areal mit dem Leuchtturm kann man nicht mehr ansehen. Da gerade ein Arbeiter das Tor öffnet, um wegzufahren, können wir Bilder ohne das Tor machen. Hunderte von Menschen tummeln sich hier. Stände mit Strickwaren und anderem Kram stehen aufgereiht und natürlich der Wagen mit der „letzte Bratwurst vor Amerika“. Vor 30 Jahren hat ein Paar aus Thüringen diesen Wagen hier aufgestellt und sich dann von Thüringen die Bratwürste einfliegen lassen. Jetzt werden diese von regionalen Schweinen mit originalem Rezept der Thüringer Bratwurst vor Ort hergestellt. Uli stellt sich an, kauft eine Wurst für mich und erhält dann auch das Zertifikat!!! 4,50 € - Schmeckt sehr gut. Fahrt zurück. 8 km – unterwegs mit Pausen 4 Stunden, 200 Hm rauf und runter. Abends gehen wir in ein anderes Lokal. Brot, Oliven, Sardellencreme, Butter stehen auf dem Tisch. Dann kommen zügig Fritten, Schrimps in Öl mit viel Knoblauch, Miesmuscheln mit viel Knoblauch. Jeder nimmt sich so viel er möchte. Zum Schluss kommt noch für jeden der Fisch mag den besonderen Degenfisch mit einer frittierten Banane, Ofenkartoffeln und Gemüse. Den Degenfisch, ein Tiefseefisch haben wir schon in Madeira probiert. Alles schmeckte sehr fein. Zum Abschluss erhielt jeder ein Abschlussdrink: Mandellikör mit etwas Zitronensaft und Eiswürfel. Auch sehr gut. Den Weg zurück zum Hotel finden wir alleine.
Freitag 24.04.
Von Alfanzina zur Praia Nova mit Besuch der Maurenstadt Silves – Der Bus bringt uns zum Leuchtturm von Alfanzina. Hoch über dem Meer geht es im ständigen auf und ab und um die Buchten herum. Es gibt wunderbare Ausblicke auf die Küste und das Meer. Es sind viel mehr Leute unterwegs. Auf dem Meer sieht man Kajak Gruppen und Ausflugsboote, die alle zu der bekannte
Höhle Benagil wollen. Wir laufen quasi über den Felsenhöhlen. Es gibt auch zwei abgesperrte Bereiche, wo man von oben auf das Meer abwärts sieht. Lange Zeit laufen wir auf dem felsigen Weg, der mit Versteinerungen voll ist. Die Küstenfelsen waren wohl einst ein Meeresgrund und hoben sich im Laufe der Erdgeschichte. Wir laufen kurz über den überlaufenen Strand von Carvalo und dem Ort Benagil. Unsere heutige mehr „langsam gelaufene“ Wanderung endet am Praia Nova. Dort holt uns der Bus wieder ab und wir fahren in 30 Minuten in das Maurenstädtchen Silves. Wir machen einen kleinen Rundgang in dem Städtchen, essen draußen unter Schirmen bei einem Lokal. Wir besichtigen die große Burg der Mauren, die ja einen großen Einfluss auch auf den Teil von Portugal hatten. Wir laufen zurück in die Stadt. In einer Gasse mit einem kleinen Laden mit Spezialitäten von Portugal aus kleinen Produktionen machen wir Halt. Die Inhaberin stellt uns 2 verschiedene Tees und eine große Platte mit süßen Köstlichkeiten (Pralinen, Feigenkonfekt, Kuchenstückchen, Schokolade, Nüsse) dazu. Wir dürfen zugreifen (ist ein Event von Hauser). Natürlich kauft ein Teil von uns etwas aus dem Laden. Der Bus holt uns ab und in 30 Minuten sind wir am Hotel.
Heute Abend ist der Fado Abend mit Essen, für die, die reserviert hatten. Wir machen uns auf den Weg. Der Einlass verzögert sich und wir laufen noch in den Gassen herum. Heute Abend ist es windig und kalt. Wir sind froh, als wir um 20.00 Uhr eingelassen werden. Tische sind gedeckt. Oliven, Brot, Aufstriche. Getränke werden aufgenommen, das Lokal füllt sich sehr schnell. Die Wände des Lokales sind mit typischen Gegenständen aus der Fado Szene dekoriert. Bilder berühmter Fado Sänger/innen und mindestens 20 verschiedene Schultertücher und andere Dinge. Zwei Musiker beginnen, dann begrüßt die 1. Sängerin uns auf Englisch und erklärt was Fado bedeutet. Schöne Lieder mit guter Stimme, Pause, eine Suppe wird gereicht. Eine 2. Sängerin tritt auf, auch mit kräftiger, schöner Stimme. Pause. Ein Oktopus Salat wird gereicht. Die ersten Gäste zahlen und gehen. Wir machen das zum Teil auch und gehen zurück. Es war ein schöner Abend in dem authentischen Fado Kaffee.
Samstag 25.04.
Ponta da Piedade und Bootsfahrt um Lagos – Wir werden mit 2 Taxis zum gestrigen Ausgangspunkt gefahren. Im Spar wird noch der Proviant aufgefüllt. Die Tour geht an der Küste entlang. Aber zuerst geht es steil hoch zu Ponta da Piedade. Hier steht ein großer Stein als Navigationspunkt. Gibt es an der Küste mehrere. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf einer der schönsten Felsformationen der Algarve. Wir passieren Sandbuchten mit smaragdgrünem Wasser und erreichen bald die roten Klippen der Ponta da Piedade. Es ist sehr viel los. Am Strand von Porto de Mo´s kehren wir nicht ein. Dann hoch über ein Villenviertel laufen wir auf den Leuchtturm zu. Heute ist Nationalfeiertag – Nelkenrevolution, deshalb sind auch so viele Leute unterwegs. Hinter dem Leuchtturm ist ein Kaffee. Wir bekommen tatsächlich Platz und machen hier eine Pause, bevor wir den Rest, teils auf Holzstegen wegen der Erosion, bis nach Lagos zurücklegen. Heute ist es sonnig und ca. 22 Grad warm. Die Laufstrecke war heute länger. An der Marina zeigt uns noch unser Guide, wo wir uns zur Bootstour um 15.00 Uhr treffen. Bis dahin haben wir frei. Am Treffpunkt laufen wir dann zu zwei Booten, wir erhalten Schwimmwesten und der Bootsführer erzählt auf Englisch lauter Storys. Das Boot fährt parallel zu der Strecke, die wir heute ab dem Leuchtturm bis zu den Holzstegen gelaufen sind. Von der Seeseite sieht die Küste ja noch viel besser aus. Das Boot fährt in und um die Torbögen und an den Stränden vorbei. Das war ein sehr schöner Abschluss von der Algarve. – Zurück im Hotel genießen wir noch die Zeit bis zu Abendessen. – Wir laufen wieder in die Altstadt. Im Lokal „Reis“ war für die Leute, die Fisch essen Tunfisch vorbestellt. Wir bekamen zwei Tische in einer Ecke. Leider schaukelten sich auch hier die Hintergrundgeräusche so hoch, dass man sich ganz schlecht unterhalten konnte. Ein großes Brötchen, frisch gebacken mit Oliven und Butter war der Anfang. Dann kam eine sehr gute Fischsuppe. Der Hauptgang war ein Handteller großer butterzarter Tunfisch. Dazu gab es Zwiebeln, Sahnesoße, Gemüse, Kartoffel. Köstlich. Zwischen dem Hauptgang und dem Nachtisch (wer noch konnte und wollte) hielt Regina eine wunderbare, empathische Dankesrede an Jerôme und überreichte uns unser „Dankeschön“. Er freute sich sichtbar. Wir bezahlten unsere Getränke und wer wollte schlenderte noch durch die Gassen. Auf den Hauptplätzen war ein Jazz-Musiker mit Saxophon, der hinreisend spielte, sodass manche Leute tanzten. Am zweiten Platz schauten wir einer Feuer Künstlerin zu. Dann gingen wir zufrieden zum Hotel. Es war ein schöner Abschluss.
Sonntag 26.04. Packen, Bustransfair 40 Minuten nach Faro zum Flughafen. Es klappt alles. Flug zurück nach Frankfurt. Nur die Bahn macht wieder Kummer. Der Zug, für den wir Sitzplätze hatten, fuhr eine Stunde später. Aber es gab eine frühere Möglichkeit. Wir mussten aber bis Mannheim stehen. In Stuttgart umsteigen. Ulm hat uns wieder.
Fazit: Portugal ist viel gemütlicher als Spanien. Die Küstenlandschaft wunderschön. Lissabon kennen wir nicht, ist sicherlich großartig. Die Wanderungen haben alle gepasst.
Wer mehr über die Geschichte von Portugal wissen möchte, wird im Internet fündig.
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